Die Herstellung der Gondel

Ein neues Porträt dieses Protagonisten des Lebens, der Literatur, der Malerei und der Musik Venedigs

Die “Squerariòli”

Lorenzo Della Toffola beim Erhitzen eines Gondelbodens zur Verbesserung der Krümmung

Lorenzo Della Toffola beim Erhitzen eines Gondelbodens zur Verbesserung der Krümmung

In einem „Squero“, wo die Form der Gondel beginnt.

Sie sind die Zimmerer, di auf den Bau von Holzbooten und somit auch auf die Konstruktion von Gondeln spezialisiert sind. Die dunkle und asymmetrische Form der Gondel hat ihren Beginn im “Cantiér”, (Werkstatt/Baustelle) wo die Konstruktion sehr arbeitintensiv ist.

Der “Battiloro”

Der “Battioro” bei der Arbeit in seiner Werkstatt

Der “Battioro” bei der Arbeit in seiner Werkstatt

Die Kunst der “Battioro” (Goldschläger) hat ihren Ursprung im Antiken Orient, der Wiege außerordentlicher Hochkulturen

Anschließend wurde sie an Ägypter und Römer (“aurifex brattiarius”) überliefert und kam um das Jahr Tausend aus dem prächtigen Byzanz nach Venedig. Mit dem Aufstieg des Handelsadels nahmen die “batifogia” immer größeren Stellenwert ein, sodass sie sich schließlich sich zu einer Zunft zusammenschlossen.

Die “Sartòri”

Das Atelier von Stefano Nicolao in Venedig

Das Atelier von Stefano Nicolao in Venedig

Der Name bezeichnet die Schneider, die spezielle Kleidungsstücke anfertigen. Während das typische Streifenhemd heute aus industrieller Produktion stammt, ist die Jacke “alla marinara” im Seefahrerstil, häufig ein handwerkliches Produkt, das von den “gondolieri” bei den “sartòri” in Auftrag gegeben wird.

Die “Baretèri”

Die Werkstatt (und das Geschäft) eines "Baretèr"

Die Werkstatt (und das Geschäft) eines "Baretèr"

Sie sind Hutmacher, Schöpfer der Sommerhütte und der Winterkappen für Gondolier. Die “Baretèri” und “Capeleri” (Hut und Kappenmacher) waren bereits seit dem Jahre 1281 mit anderen “Mariegole” oder Laienbrudenschaften zusammengeschlossen.

Die “Remèri”

Die “Forcola” wird mit dem “ferro a do maneghi” (Ziehmesser) bearbeitet

Die “Forcola” wird mit dem “ferro a do maneghi” (Ziehmesser) bearbeitet

Die abstrakte Skulptur, die vor sechs oder sieben Jahrhunderten Arp un Brancusi vorwegnahm: die “Forcola” (Rudergabel).

Die “Remèri” Zimmerer, die auf die Herstellung von Rudern und Rudergabeln spezialisiert sind. “Remo” (Ruder) und “Forcola” (Rudergabel) sind die beiden Elemente, die das dynamische Gleichgewicht der Gondel ausmachen.

Die “Intagiadòri”

Die Verzierungen werden vor dem Einschnitzen auf die Gondel gezeichnet

Die Verzierungen werden vor dem Einschnitzen auf die Gondel gezeichnet

Sie sind die Kunststecher des Schnitzwerks an der Gondel

Sie nehmen in der letzen Phase des Gondelbaus an der Feinbearbeitung und der Verzierung teil. Die “intagiadòri” (Schnitzen) bearbeiten zum einen die “barca lissa” die schlichte Gondel bei der nur der “trasto” (das Brett, welches die Seiten wände des Bootsköpfer quer verbindet) geschnitzt ist, zum anderen die “barca de lusso”, die Luxusgondeln.

Die “Caleghèri”

Ein Schuh mit Gondelform

Ein Schuh mit Gondelform

Sie sind “caleghèri” (Schuhmacher), die spezielles Schuhwerk für die Gondolier herstellen. Die Kunst der Schuhmacher, eines alten venezianischen Handwerks, hat in einigen wenigen Geschäften, die noch heute die antiken Techniken bewahren, dem Ansturm der Massenproduktion standgehalten.

Die “Tapessièri”

Eine Luxusgondeln

Eine Luxusgondeln

Sie sind die Polsterer, welche die Kissenausstattung anfertigen. Sie führen die Polsterung der beweglichen Ausstattung des “parècio”, des für die Fahrgäste reservierten Bereichs der Gondeln aus.

Die “Fravi”

Der “Fravo” gibt dem oberen Teil des Bugbeschlags Form

Der “Fravo” gibt dem oberen Teil des Bugbeschlags Form

Die “Fravi” spielten im mittelalterichen Venedig eine entscheidende Rolle.

Die “Fravi” (Schmiede) der Bugeisen und anderer Arbeiten aus Stahl spielten im mittelalterichen Venedig eine entscheidende Rolle. da sie fast das gesamte Werzeug für die Handwerkerzünfte und Künste herstellen.

Die “Fonderie” und “Ottonai”

Das Pferdemodell wird in sehr feinen Sand gedrückt

Das Pferdemodell wird in sehr feinen Sand gedrückt

In den Giessereien “fonderie”, wurden die berühmten Pferde hergestellt und die übrigen Verzierungen aus Metall.

Sie beteiligen sich an der letzten Arbeitsphase des Gondelbaus und übernehmen die Verzierung. Das Werk der “ottonai” (Messinghandwerker) erstreckt sich auf zahlreiche verschiedene Teile des Bootes. “Canoni”, nennen sich zylindrische Elemente der Gondel aus Messing, die als Behälter für Blumenader für die Beleuchtung benutzt werden und die an der Spitze von Bug und Heck angebracht sind.

Die “Indoradòri”

Der "Indoradòr" in seiner Werkstatt

Der "Indoradòr" in seiner Werkstatt

Die “Indoradòri” (Goldschmiede) der Schmuckelemente nehmen ihre Arbeit beim Gondelbau gemeinsam mit den “intagiadòri” (Schnitzer) in der Schlussphase auf und führen die Feinbearbeitungen und die Verzierungen aus. Die Ausgestaltung der Gondeln wird von der Anfrage der bestimmten Anlässe bestimmt.